Exit BRD
Steigen auch Sie aus!

Aldi & Hofer



                

»Aldi informiert ...«

 

Produkte, Marken:

 

Aldi-Supermärkte (in Österreich: Hofer) mit eigenen Handelsmarken

 

Homepage: http://www.aldi.de

 

Firmendaten:

-Umsatz (geschätzt): 25 Mrd. Euro

-Filialen: 6.400 weltweit

-Sitz: Essen und Mühlheim/Ruhr (Deutschland)

 

Vorwürfe:

Ausbeutung in der Rohstoffgewinnung, Verletzung von Gewerkschaftsrechten, Umweltzerstörung

 

Aldi ist - noch vor Coca Cola – die beliebteste Marke der Deutschen und mit rund 45 Prozent Anteil am Discountmarkt der mit Abstand größte Billigverkäufer des Landes. Aldi ist aber kein „Armeleuteladen“, wie das Klischee glauben macht: Nicht einmal 20 Prozent der Kunden sind einkommensschwach. Der Konzern wurde 1948 als „Albrecht-Discount“ von Theo und Karl Albrecht gegründet und 1961 in Aldi Nord und Aldi Süd aufgeteilt. Zu Aldi Süd gehört seit 1963 auch die österreichische Hofer KG. Aldi ist in mehreren europäischen Ländern, in Australien und den USA vertreten. Die Albrecht-Brüder sind die reichste Familie Europas und laut Forbes-Magazin die fünftreichste Familie weltweit mit einem geschätzten Vermögen von mehr als 21 Milliarden Euro.

Verdient wurde dieses Geld auf Kosten von Angestellten und Lieferanten aus aller Welt. Denn die billigen Angebote sind keineswegs nur auf die spartanische Einrichtung der Filialen zurückzuführen. Sie gehen auch zulasten fairer Löhne und Arbeitsbedingungen. So liegen die Personalkosten im Handel üblicherweise bei 10 bis 35 Prozent des Umsatzes. Bei Aldi werden sie auf nur rund 2,5, Prozent geschätzt. Dafür gibt der Konzern bei einem geschätzten Marktanteil von 10 bis 15 Prozent rund ein Viertel der Werbegelder des deutschen Lebensmitteleinzelhandels aus.

Betriebliche Mitbestimmung wird weitgehend vermieden, es gibt auch keinen Gesamtbetriebsrat für die Aldi Gruppe. Im Sommer 2000 beschwerten sich Angestellte des Konzerns in Irland, dass sie zu unbezahlten Überstunden  genötigt worden seien. Daraufhin wurden fünf von ihnen entlassen. „De facto wurden wir gekündigt, weil wir Mitglieder einer Gewerkschaft sind und deren offizielle Anerkennung durch das Unternehmen anstreben“, sagt der Betriebsrat der Filiale. Im Herbst revoltierten französische Gewerkschaften, weil Aldi Angestellte bis zu 60 Stunden arbeiten ließ, ohne Überstunden zu bezahlen. Aldi ist einer der größten Kaffee-, Tee- und Schokoladenverkäufer Deutschlands. Der Konzern setzt mit seinen niedrigen Preisen sowohl Zulieferer als auch Mitbewerber unter extremen Druck. Die Folge davon sind katastrophale Arbeitsbedingungen und Löhne weit unter dem Existenzminimum in den Rohstoffländern Asiens, Afrikas und Lateinamerikas. Ähnliches gilt auch für importierte Früchte, aber sogar für Textilien, wo Aldi einen höheren Umsatz hat als zum Beispiel H&M Deutschland. Während Handelsketten wie Edeka, Rewe und Spar zumindest ein begrenztes Angebot an kontrolliert fair gehandelten Gütern führen, fehlt ein solches bei Aldi und Hofer zur Gänze.

Kritisiert wurde Aldi auch für billige Angebote von Garnelen aus dem Pazifik. Die massenhafte Shrimpszucht hat ganze Küstenregionen in Garnelenfarmen verwandelt, denen ökologisch höchst bedeutsame Mangrovenwälder weichen mussten. Der Widerstand gegen diese Farmen wächst, da die Bewohner ihre Lebensgrundlagen gefährdet sehen. Staatliche Organe gehen dagegen oft mit Gewalt vor: In Bangladesch, Malaysia, Indonesien und Indien kam es zu Vertreibungen, Verhaftungen, fingierten Anklagen und Folterung, um der industriellen Garnelenzucht den Weg zu ebnen.

Diese Seite untersteht rechtlich der Weimarer Verfassung vom 31. Juli 1919 und kann lediglich durch deren Gesetze gerichtet werden. Alle Rechte der Seite sind den Administratoren von Exit-BRD.info vorbehalten.