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Agip (Eni-Gruppe)




»Mit Agip-Kraftstoffen tanken Sie Qualität und schonen die Umwelt«

 

Produkte, Marken:

 

Treibstoffe und andere Erdölprodukte sowie Tankstellen der Marken Eni und Agip

 

Homepage: http://www.eni.it

 

Firmendaten:

-Umsatz: 47,9 Mrd. Euro

-Gewinn: 4,6 Mrd. Euro

-Beschäftigte: 80.000

-Sitz: Rom und Mailand (Italien)

 

Vorwürfe:

Finanzierung von Bürgerkrieg und Waffenhandel, Zerstörung der Lebensgrundlage in Ölfördergebieten, Kooperation mit Militärregimes

 

Agip gehört zur italienischen Eni-Gruppe und ist dort für die Produktion und Vertrieb von Erdölprodukten zuständig. Der Konzern produziert mehr als eine Million Barrel Erdöläquivalent (inklusive Erdgasproduktion) am Tag und wollte diese Produktion bis 2003 auf 1,5 Millionen Fässer steigern. Unter den europäischen Erdgasproduzenten steht Eni an zweiter Stelle.

Im Zusammenhang mit Menschenrechtsverletzungen durch die Erdölindustrie ist Agip ein klassischer Mitläufer. Gemeinsam mit Shell und Elf ist der Konzern im nigerianischen Nigerdelta aktiv, wo die Erdölindustrie eng mit den dort bis 1999 herrschenden verschiedenen Militärregimes kooperierte. Noch heute verursacht die Tätigkeit des Konsortiums schwerste Umweltschäden und zerstört damit die Lebensgrundlage tausender Familien.

Seit 1983 ist Agip auch in Angola aktiv und produziert dort 55.000 Fässer Erdöl am Tag. Bis 2004 wollte der Konzern seine angolanische Erdölförderung auf 100.000 Fass am Tag steigern. Dort tobt seit 25 Jahren ein Bürgerkrieg mit Hunderttausend Opfern, der auf der einen Seite mit Diamanten und auf der anderen Seite mit Erdöl finanziert wird. Menschenrechtsorganisationen werfen der Erdölindustrie vor, mit dem autokratischen Machthaber José Eduardo dos Santos zu kooperieren und den Waffenhandel und die staatliche Korruption zu finanzieren.

Im Sudan wurde schon im Jahr 1959 die AgipSudan Ltd. gegründet, die dort ein Netz von 60 Tankstellen betreibt und 1999 wieder verkauft wurde. Dafür sind die Eni-Töchter Snamprogetti und Saipem an der Konstruktion von Erdölanlagen uns Pipelines beteiligt. Im Zusammenhang mit der Errichtung solcher Anlagen kam es immer wieder zu Gräueltaten, die das sudanesische Militär systematisch an der Bevölkerung des Südsudans verübt. Menschenrechtsorganisationen werfen der Erdölindustrie im Sudan vor, mit dem Militärregime zu kooperieren und den Waffenhandel zu finanzieren.

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