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Adidas






»The 'best' in social and environmental terms«

 Produkte, Marken:

-Adidas-Sportschuhe, Bekleidung, Sportartikel und Accessoires

-Salomon Schi, Schischuhe, Bindungen und Inline-Skates

-Bonfire Snowboards und Winterbekleidung

-Mavic Fahrradkomponenten

-Taylormade Golfausrüstung

-Erima Sportbekleidung

Homepage:  www.adidas.de

Firmendaten:

Umsatz: 6,5 Mrd. Euro

Gewinn: 390 Mio. Euro

Beschäftigte: 14.700

Sitz: Herzogenaurach (Deutschland)

 

Vorwürfe:

Ausbeutung, Kinderarbeit, sexuelle Belästigung und andere Missstände in Zulieferbetrieben

Adidas ist nach Nike mit 15% Marktanteil die Nummer Zwei auf der Weltrangliste der Sportartikelhersteller. Der deutsche Konzern hat weltweit rund 100 Tochterunternehmen. Ein großer Teil der Firmenaufwendungen im Jahr 2000 entfiel nach eigenen Angaben auf Werbung, etwa um die Marke Adidas bei den Olympischen Spielen in Sydney und bei der Fußball-Europameisterschaft zu positionieren.

Für die Lebensbedingungen von Arbeiterinnen in den Zulieferbetrieben gibt der deutsche Konzern wesentlich weniger aus: Rund 0.21€ beträgt der Stundenlohn etwa in der Fabrik „Yue Yuen“ in China. Die Arbeitszeit beträgt dort zwischen 60 und 84 Wochenstunden. In der „Tung Tat Garment Factory“ (Stundenlohn: 0,24€) zahlen die Arbeiterinnen Bußgelder für Verspätungen und Ausruhen oder Reden am Arbeitsplatz. Dafür gibt es zwangsweise Morgengymnastik.

Arbeiterinnen aus Adidas-Zulieferbetrieben in El Salvador berichten im Jahr 2000 über zwölfjährige Kinder, die dort Überstunden verrichten und bis zum Arbeitsbeginn am nächsten Morgen auf dem Boden der Fabrik schlafen mussten. Die Arbeiterinnen seien zu Überstunden und Schwangerschaftstest gezwungen worden, Krankenstände wurden verboten, die gewerkschaftliche Selbstorganisation wurde unterdrückt. Außerdem wurden dort immer wieder Fälle von Diskriminierung und sexueller Belästigung bekannt.

Auch in indonesischen Zulieferbetrieben wurden die Arbeiter, darunter auch Jugendliche unter 15 Jahren, zu Überstunden gezwungen.  Strafmaßnahmen umfassten Entlassungen, Einsperren, Lohnkürzungen, Kloputzen und demütigendes >Strafstehen<  vor der Fabrik. Immer wieder sei es zu sexuellen Belästigungen gekommen, berichtet die indonesische Arbeiter-Hilfsorganisation PMK. Der Lohn liege teilweise sogar unter dem gesetzlichen Mindestlohn. Unabhängige Gewerkschaftsarbeit werde behindert.

Konfrontiert mit diesen Vorwürfen antwortete Adidas, man habe bereits eine Reihe von Maßnahmen eingeleitet, um bessere Arbeitsbedingungen sicherzustellen. Diese müssen jedoch im Einzelnen erst nachgewiesen werden. Ein unabhängiges Kontrollsystem, in das Nicht-Regierungsorganisationen und Gewerkschaften institutionell eingebunden sind, hat Adidas bislang nicht etabliert. 

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